Auf dem Albtraufgänger: Etappe 5, Teil 2

Von Bad Ditzenbach nach Bad Überkingen: 17,5 Kilometer
Gelaufen am 27. April 2021

… und weiter geht es auf dem Premium-Weg „Albtraufgänger“!

Eigentlich wollten wir ja in unserer Urlaubswoche fleißig wandern. Aber leider kommen wir erst heute – am Dienstag – endlich los. Wichtiges hat uns am Wochenende vom Wandern abgehalten und dafür sind wir trotz Corona sogar 500 Kilometer hoch in den Norden gereist – Aber warum, das verraten wir euch erst im Juni! 🙂

Wenn ihr euch erinnert: Der „Albtraufgänger“ ist ein neuer Premium-Wanderweg hier auf der Alb, der einmal über den Albtrauf des oberen Filstals – des „Goisatäles“ – führt und als Rundwanderweg in Wiesensteig startet und endet. Er ist in sechs Etappen angelegt, die alle bequem mit Bus und Bahn von unserem Wohnort aus zu erreichen sind. Wir finden: Das ist das ideale Wanderprojekt in Corona-Zeiten!

Für heute haben wir uns den zweiten Teil der eigentlich fünften Etappe ausgesucht. Diese Etappe läuft von Ost nach West, von unserem Wohnort Geislingen aus in knapp 24 Kilometern bis nach Bad Ditzenbach. Weil dabei aber wackere 750 Höhenmeter Anstieg zu bewältigen sind und wir nach der langen Winterpause noch etwas steif in den Gliedern sind, haben wir die Etappe zweigeteilt. So können wir etwas läger schlafen und sind zum Kaffee wieder zurück in Geislingen!

Das letzte Mal sind wir von Bad Überkingen nach Geislingen gelaufen, heute geht es von Bad Ditzenbach nach Bad Überkingen. Durch unsere Zweiteilung der Etappe laufen wir rund fünf Kilometer mehr – zweimal geht es dabei durch das Autal zur Bushaltestelle nach Bad Überkingen. Aber der Weg durch die Steuobstwiesen ist so schön, das macht uns gar nichts aus!

So hoch sind die Berge im Goisatäle gar nicht. Aber wie kommen dann die vielen Anstiegsmeter zusammen? Nun, der Albtraufgänger nimmt alle Sehenswürdigkeiten auf dem Weg mit. Die erste Attraktion heute ist die Hiltenburg oberhalb von Bad Ditzenbach. Sie liegt auf einem sogenannten „Zeugenberg“, etwas abgesetzt vom Albtrauf. So steigen wir also zuerst in eine Kuhle, dann hoch zur Burg und gleich wieder zurück in die Kuhle, um dann endlich zum eigentlichen Altrauf aufzusteigen. In den letzten Jahren waren wir schon zweimal auf der Burg. Aber da wir ja den kompletten Abtraufgänger laufen wollen, müssen wir auch dieses Mal wieder hinauf!

Auch wenn nicht mehr viel vom Gemäuer erhalten ist – Der Blick von hier oben ins Täle ist phänomenal! Und wir sind fast alleine hier oben. Unter der Woche verirren sich lediglich ein paar Jogger und Spaziergänger auf die Alb.

Weiter geht es auf schwurbeligen Albwegen weiter in Richtung Deggingen. Im Winter sind einige Bäume umgefallen und Äste abgebrochen, sodass wir an manchen Stellen sogar etwas klettern müssen.

Was uns an den Albtraufwegen so gefällt: Fast immer sind sie schmal, steinig und wurzelig. Da dauern die Etappen immer etwas länger, als wenn man auf breiten Waldwegen unterwegs ist. Dafür gibt es viel Abwechslung für’s Auge und für die Füße!

Der Weg führt direkt an der Albkante entlang und von den zahlreichen Felsen hat man einen schönen Blick ins Obere Filstal hinunter. Es gibt so viele Aussichten, dass wir irgendwann einfach weiterlaufen müssen, sonst kommen wir nie in Überkingen an!

Eigentlich sind wir die ganze Strecke schon früher mal gelaufen, sind dabei aber immer oben an der Albkante geblieben. Der „Albtraufgänger“ will dem Wandertouristen aber nicht das Kloster „Ave Maria“ vorenthalten, das in Halbhöhenlage über Deggingen thront. Also führt der Weg in Serpentinen 150 Meter nach unten zum Kloster, nur um den Wanderer gleich danach wieder 200 Meter steil nach oben zurück zum Albtrauf zu schicken – wandertechnisch eigentlich eine Zumutung!

Versüßt wird einem der steile Aufstieg durch allerlei Wasserspiele und Grotten und durch einen schönen Pausenplatz an der Kapelle „Alt-Ave“.

Heute fällt uns immer wieder mal auf, wie trocken es hier ist. Die sonst oft matschigen Wege sind rissig und die Veilchen am Wegesrand ganz blass – Schon lange hat es nicht mehr richtig geregnet!

In einem weiten Bogen führt uns der Weg um das Autal herum. Der Abstieg geht natürlich am Wasserfall entlang. Lächerlich wenig Wasser läuft heute über die Sinterstufen – Das haben wir auch schon anders erlebt!

Unten angekommen nehmen wir den gleichen Weg zur Bushaltestelle, den wir schon vor zwei Wochen gelaufen sind – aber nun blühen die Apfelbäume!

Morgen soll das Wetter wieder so bombig sein, da nehmen wir uns doch gleich die nächste Etappe vor. Welche, das entscheiden wir dann spontan morgen früh. Es gefällt uns, das wir die Etappen auch mal „verkehrt herum“ oder in der „falschen Reihenfolge“ laufen können. Dem Rundweg sei’s gedankt!

Für Nachläufer oder die Kartenfüchse unter euch: Hier findet ihr die komplette Etappe von Geislingen nach Bad Ditzenbach bei „Outdooractive“:

https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/schwaebische-alb/albtraufgaenger-etappe-5-trauf-panorama/12002584/