Bei uns zuhause: Tibetische Mönche!

Diese vier ehrwürdigen Herren sind zehn Tage in unserer örtlichen Volkshochschule zu Gast. In filigranster Feinarbeit streuen Sie ein tolles Sand-Mandala und sammeln dabei Spenden für die Kinder einer Schule in ihrer nordindischen Exilheimat.

Das Mandala am zweiten Tag
Das Mandala am vierten Tag

Sie beginnen und enden jeden Arbeitstag mit einer sogenannten “Puja”, einem Morgen- und Abendgebet. Das bringt Segen in unsere etwas verwahrloste Altstadt – und die kann es wirklich brauchen!
Nach Möglichkeit sind Friedel und ich jeden Abend live dabei.

Die Puja

_DSC0647 Kopie

_DSC0642 Kopie

So sieht das repräsentative Leben der vier Mönche hier in Geislingen aus: Die Mönche streuen nach der Puja für zweieinhalb Stunden am Morgen. In der zweistündigen Mittagspause werden sie auf Spendenbasis von der örtlichen Gastronomie mit einem Mittagessen versorgt. Am Nachmittag streuen sie nochmals bis 17:00 Uhr und lassen den Tag dann mit dem Abschlussritual ausklingen.

Geshe (Meister) Gilek, Geshe Rinzin, Geshe Wangail und Geshe Tsondus haben aber auch ein Privatleben. Und das findet bei uns statt! 🙂

Wir stellen vor: Geshe Gilek, Geshe Wangail, Geshe Rinzin und Geshe Tsondus

Für die zehn Tage in Geislingen wohnen die vier nämlich bei uns! Sie frühstücken in unserer Küche, entspannen mittags in unserem Wohnzimmer und sitzen am Abend mit uns zusammen am Küchentisch.
Logistisch ist es gar nicht so einfach, neben der Arbeit vier erwachsene Männer mit exotischen Essgewohnheiten zu versorgen. Kalte Vesper am Abend – nicht bei uns!
Sie frühstücken ganz “normal” mit Brot, Marmelade, Honig und Nutella. Sogar unseren grünen Darjeeling und auch Kaffee mögen sie inzwischen ganz gern.
Am Abend kochen wir zwei dann reichlich Reis, Kartoffeln, Gemüse, Tofu, Dal-Linsen und Paneer-Käse. Am Wochenende aber versorgen die Mönche uns!

“Momos”, gefüllt mit Paneer, Zwiebeln, Pilzen, Brokkoli und dazu Gemüsesuppe und ein Tomaten-Chili-Dipp – mmhhh!

Die Herren sind privat wirklich unheimlich herzlich, lustig und locker.
Nach dem Essen verbringen wir gern noch ein wenig Zeit zusammen. Die Mönche erzählen gern Witze und Rätsel und spielen auch gern. Wir haben von ihnen ein tibetisches Kartenspiel gelernt und wir haben ihnen “Kniffel” beigebracht. Gestern Abend haben wir den ganzen Abend gepokert – aber natürlich nicht um Geld!

Die Mentorin und Organisatorin des Programms, “Amala” Linde, die Mönche und wir

 

img_0015

Bei dem Schmuddelwetter konnten wir die vier Herren allerdings noch nicht für eine Wandertour begeistern … 🙂

6 Antworten auf “Bei uns zuhause: Tibetische Mönche!”

  1. Sieht grossartig aus dieses Mandala. Schön wenn man Kulturen friedlich zusammenbringt. Wir alle können viel voneinander lernen. Momos habe ich in Nepal genossen, eine tolle Sache! Viel Spass weiterhin und Namaste.

    Liked by 1 person

  2. Nein, den Käse kaufen wir im örtlichen Bio-Markt. Zum Selbermachen haben wir gerade keine Zeit! Aber wir sind so richtig auf den Geschmack gekommen und haben uns das vorgenommen, den auch mal selbst zu machen! 🙂

    Liked by 1 person

  3. Ihr seid einfach spitze! Ein großes Dankeschön im Namen der Volkshochschule Geislingen, dass ihr die Mönche bei euch aufgenommen habt und so toll versorgt! Sie sind eine Bereicherung für die Stadt und das seid ihr als deren Bewohner ebenso – schön, dass es Menschen wie euch gibt. Liebe Grüße, Sandra Schneider

    Liked by 1 person

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.