Von Invergarry nach Poulary, 23km, 06.10.2018

Endlich ein Hauch von Camp-Life!

Als wir am Morgen aufstehen, hat es den ersten Frost der Saison gegeben – das Thermometer im Hostel zeigt 0,5 Grad!
Für heute ist jedoch ein weiterer schöner Wandertag angekündigt.
Wir wollen diesen zweiten sonnigen Tag in Folge in vollen Zügen genießen, denn für morgen ist Starkregen angesagt!
Wir haben lange darüber diskutiert, ob wir weiterlaufen wollen oder nicht: Am Abend haben wir ein Camp in Poulary geplant, da gibt es noch eine Straße in der Nähe. Aber dann kommt wildes Land und ein Fluss, der als upassierbar bei Wasser-Hochstand gilt. Wir beschließen, dass wir erst mal weiterlaufen und übermorgen notfalls über die Straße zurück nach Invergarry laufen, sollten wir nicht über den River Loyne kommen.

Unser Weg heute ist unsere erste Etappe des Cape Wrath Trails. Dieser unmarkierte Trail von Fort William bis Cape Wrath gilt als der härteste Trail in Großbritannien, aber heute ist der Weg noch sehr zahm. Erst geht es hinter dem Hostel vier Kilometer über Straße, dann ein kurzes Stück über Waldpfade. Es gibt einen tollen Doppel-Wasserfall und wurzelige Steigen. Dann geht es auf einen breiten Holz-Wirtschaftsweg bis zu Greenfield-Farm.

Leider ist der große Wald nahe der Farm nach typisch schottischer Manier komplett abgeholzt: Nur die Baumstümpfe lassen die Waldarbeiter stehen. Der Kahlschlag hat für uns aber auch Vorteile – wir haben eine gute Sicht und wir bekommen so mehr von der Sonne ab!
Nahe der Farm laufen uns wieder verschiedene Rehe über den Weg und eins der berühmten Highland-Cattle, ein süßes zotteliges Vieh, das uns breitwillig Platz macht.

Bei der Farm weichen wir vom designierten CWT ab, denn dieser Abschnitt soll sehr sumpfig sein und wir haben keine Lust auf nasse Füße. Das sparen wir uns für morgen auf! 😆
Stattdessen laufen wir die letzten sechs Kilometer über eine wenig befahrene Landstraße bis zu unserem anvisierten Camp am River Garry.

Als wir dort ankommen, sind wir geschockt, denn unser Wild-Camp hinter der Brücke ist von einem Angler-Auto belegt. Wir kochen erst mal einen Kaffee und die Jungs fahren glücklicherweise bald weg.
Nun ist der Abend frei für ein Camp, wie wir es uns gewünscht haben. Es bleibt größtenteils trocken und relativ warm, wir können außerhalb des Zelts kochen und haben noch einen schönen Blick auf die umliegenden Berge und den Fluss. Da es aber schon früh dunkel wird, liegen wir schon um 19:45 Uhr im Schlafsack. Ob wir so früh schlafen können? Und bei dem Lärm, den der Fluss macht?

Doch geht! 😊 Für morgen haben wir den Wecker auf sechs Uhr gestellt, denn wir wollen noch vor dem großen Regen über den River Loyne kommen …

invergarry_poulary.jpg

13 Antworten auf “Von Invergarry nach Poulary, 23km, 06.10.2018”

  1. Hallo ihr zwei, ich habe erst jetzt bemerkt das ihr wieder unterwegs seit. Schön das ihr uns mit auf die Reise nehmt. Die Gegend sieht fantastisch aus in der ihr unterwegs seit! Ich wünsche euch weiterhin viel Spass und hoffentlich angenehmes Wetter. Liebe Grüsse aus der Schweiz.

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  2. Die Bilder sind FANTASTISCH!!!
    Ein schönes Betthupferl nach meinem großen Konzert, auf das ich das letzte Jahr hingearbeitet habe, und das heute tatsächlich wunderbar gut lief.
    Ich drücke euch ganz doll die Daumen (denn jetzt sind sie wieder frei 😁), dass der Starkregen nicht all eure Planungen zunichte macht!!!

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  3. Da hattet ihr nochmal einen tollen Tag vor dem Regen!!!! Was macht ihr denn jetzt? Der CW-Trail: Von dem hab ich bisher echt nur solche Sachen gehört! Noch nie hat jemand erzählt, dass er ihn ohne Probleme gelaufen sei. Stellt euch vor, ich hab sogar einen Schweizer getroffen, der während einer Militärübung (von der er nichts wusste) fast in die Luft gesprengt wurde!!!! 🙃 Da klingt die Straße nach John O’Groats gar nicht mehr so furchtbar, oder? 😂🤣😂🤣😂

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  4. In der Tat, in der Tat! 😅
    Wir schauen mal, wie sich das Wetter entwickelt. Heute ist erst mal Lesen und Chillen angesagt. Und dann schauen wir. Genieß deine Ferien! Wie lange sind die in Meckpomm? Eine oder zwei Wochen?

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  5. Bist du Musikerin? Hauptberuflich? Welches Instrument? Wir nehmen das alles ganz locker und laufen so weit, wie wir kommen. Nächstes Jahr leben wir (hoffentlich) auch noch! Aber nur, wenn wir nicht mehr so leichtsinnig sind wie gestern! 😆

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  6. Ja, ich bin Cellistin.
    Und ich hoffe doch sehr, dass ihr nächstes Jahr noch munter wandert (und vielleicht über den 3. Oktober nicht in Schottland seid???, dann würden wir euch auf unserer Alb-wanderung vielleicht auf nen Tee besuchen – falls wir wirklich dort wandern…).
    Was habt ihr Leichtsinniges gemacht?

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