Tag 84: Auchinstary Marina (Kilsyth) nach Milngavie

Den ersten Teil des Tages geht es weiter entlang des Forth and Clyde Canals und auf dem John Muir Way bis Kirkintilloch. Heute sehen wir endlich mal Boote in Bewegung. Weil Sonntag ist? Weil es Mai wird? Jedenfalls begeben uns auf dem Kanalweg bis Kirkintilloch gleich drei Kähne, deren Insassen uns freundlich winken.

Bis Kirkintilloch ist die Straße immer in der Nähe des Kanals, aber wohl wegen des Sonntags hält sich der Autoverkehr in Grenzen. Angenehmes Gehen, bei dem sich erkleckliche Kilometer schnell abreißen lassen. In Kirkintilloch bei der Kirche nehmen wir einen Kaffee und verlassen den Kanal: Stattdessen folgt der John Muir Way nun einem alten Bahntrack. Wir folgen diesem bis Lennoxtown. Hier stand Steffi bei der Vorausplanung vor der Entscheidung: Bleiben wir auf dem Bahndamm bis Strathblane oder laufen wir querfeldein nach Milngavie? Auf jeden Fall war am nächsten Tag ein Sightseeing-Tag in Glasgow eingeplant. Am Ende entschied die Erreichbarkeit – Strathblane ist nur per Bus zu erreichen (und weniger gut an einem Sonntag, was die Abfahrten heute auf zweistündig reduziert), Milngavie jedoch per Bahn.

Der Weg von Kirkintilloch bis Lennoxtown auf dem Bahndamm ist hübsch, aber ohne wirkliche Highlights. Als wir uns aber ab Lennoxtown abseits markierter Wege in die Hügel schlagen, kommt erstmals ein Schottland-Feeling auf: Oh farnbewachsene Hügel! Windbewegte Tannenwipfel! Der Duft des Heidekrauts im Wind! That’s why we came here! Carla jedenfalls wird dieser Abschnitt als der erste „echt schottische“ im Gedächtnis bleiben …

Zwar ist der Einmarsch nach Mingavie eher unspektakulär, aber egal. Wir wissen nicht, was Strathblane uns gebracht hätte. Aber die Hills zwischen Lennoxtown und Milngavie sind wunderbar, vor allem bei Sonnenschein.

Die Bahn von Milngavie nach Glasgow ist superpünktlich. Heute Abend und morgen werden wir damit jedoch aus der Natur herausgerissen und in die Stadt geworfen. Glasgow ist unserer Meinung nach sehenswert, aber sollte man dafür einen vollen Tag opfern? Das sei jedem selbst überlassen …

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