Tag 31: Tintern nach Monmouth

Nach einer wunderbar ruhigen Nacht erwachen wir in unserem Queensize-Bockspringbett – und die Sonne scheint! Nach dem wunderbaren Frühstück, das Peter uns serviert (in der Tat haben wir in den zwei Tagen im Farmhouse Angela immer nur von Weitem gesehen), besichtigen wir zunächst Tintern Abbey. Danach machen wir uns gemütlich auf den Weg nach Monmouth. Auf den Offa’s Dyke Path treffen wir erst wieder in Brockweir, also wandern wir heute morgen auf der rechten (walisischen) Seite des Wyes auf dem Wye Valley Walk.

Der Fluss und die nassen Wiesen glitzern im Morgenlicht, es dampft überall. Jede Menge Vogelvolk ist auf dem Fluss unterwegs. Wir genießen die Sonne und schlendern gemütlich am Flussufer entlang.

In Brockweir wechseln wir auf einer alten Steinbrücke auf die englische die Flussseite. Es ist einfach, an so einem Tag das Wye-Valley zu lieben. Was für einen Unterschied macht es, ob man im Regen läuft oder ob die Sonne scheint!

Bis zur Bigsweir Bridge bleiben wir auf der englischen Seite, immer am Fluss. Dort verlassen wir das Tal und wandern etwas oberhalb des Flusses durch den Wald. Kurz vor Monmouth treffen wir auf den Naval Temple. Der Sinn dieses Monuments erschließt sich uns nicht, vielleicht sind wir da zu deutsch? (Schlacht am Nil, 1798, hä?)

Auf jeden Fall ist der Blick auf Monmouth toll, und es gibt ich ein paar Bänke, so dass wir den Rest unseres Thermoskannen-Tees austrinken können.

Nach Monmouth laufen wir über die Brücke, die wir schon vom Abend unserer Offa’s-Dyke-Start-Tour kennen. Es ist ca. 16 Uhr, eine typische Ankunftszeit für einen Tag wie diesen. Jedoch bleiben wir dieses Mal nicht im Coach House, sondern fahren mit dem Bus zurück nach Tintern. Hier erklärt uns am frühen Abend Peter, dass Angela heute nicht kochen kann, weil sie unter Rückenschmerzen leidet. So verbringen wir den letzten Abend unserer diesmaligen Tour im „Rose and Crown“, im Pub die Straße hinunter. Wir sitzen auf der provisorischen Terrasse auf der anderen Seite der Straße am Fluss, während erneut der Nebel über dem Fluss aufsteigt. Was für ein wunderbarer Ausklang!

Wir könnten noch viel weiter laufen, denn gerade sind wir gut in Form. Aber es geht zurück nach Deutschland und an die Arbeit. Wir haben einige E-Books und Blogs gelesen, in den Wanderer genervt waren, schon so lange unterwegs zu sein. Aber was ist die ideale Länge, um noch fit zu sein und den Weg noch voll genießen zu können? Leider können wir dies mit unseren sechs Wochen Jahresurlaub nicht herausfinden. Wir fragen uns wie es wäre, einfach weiterzulaufen bis nach Schottland …

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